Windows: Backup mit Areca

Wenn im schlimmsten Fall der Computer, von welchem Backups erstellt wurden, nicht mehr startet, wird es schwierig an das Backup zu gelangen, wenn dieses nicht in einem auch für andere Programme lesbaren Format gespeichert ist.

Für Windows gibt es viele kommerzielle Backup-Programme. Mit Areca hat man ein Programm welches unter der General Public License steht und somit in diesem Fall auch kostenfrei ist. Zudem speichert Areca die Backup-Dateien im weit verbreiteten zip-Format, somit ist im Notfall auch ohne das Programm selber ein Zugriff auf die gesicherten Daten möglich. Praktisch ist die Tatsache, dass das Programm inkrementell (Wikipedia) arbeiten kann, also nur die wirklich geänderten Dateien speichert.

1. Vorbereitung

Um das Backup zu speichern gibt es entweder die Möglichkeit die Daten auf einer anderen Festplatte, im Netzwerk  oder auf einem FTP-Server zu speichern. Ein direktes brennen von CD und DVD Datenträgern ist nicht möglich.

Es bietet sich an auf einer externe Festplatte das Backup abzulegen. Optimalerweise ist die Festplatte nicht im Dauereinsatz und wird nur für Sicherungen benutzt. Wenn die Festplatte neu gekauft wurde ist diese meist mit FAT32 (Wikipedia) vorformatiert. Der Nachteil dabei ist, dass nur Dateien bis 4 GB angelegt werden können. Die Backup-Dateien können, je nach dem Volumen welches gesichert werden soll, 4 GB überschreiten. In diesem Fall muss die Festplatte unter Windows mit NTFS (Wikipedia) neu formatiert werden, unter Linux wird entsprechend ext3 (Wikipedia) oder das neuere ext4 (Wikipedia) gewählt, unter Mac entsprechend HFS+ (Wikipedia). Nichtsdestotrotz ist gleichzeitig auch ein splitten der Backup-Datein von Areca aus möglich.

2. Download und Installation

Areca wurde in Java entwickelt, darum muss auch eine Java-Laufzeitumgebung auf dem Rechner installiert sein - wenn der PC nicht gerade frisch installiert wurde ist Java meinst schon installiert. Die Windows-Version von Areca für Windows 2000, XP und Vista ist auf sourceforge.net erhältlich - hier wird einfach die aktuellste win32-setup.exe-Datei rutergeladen. Eine Linux-Version von Areca ist auch verfügbar.

3. Backup konfigurieren

  • Nun wird das Archiv angelegt: Bearbeiten -> neue Gruppe -> Titel z.B.: Arbeitsrechner.
  • Rechtsklick auf auf die eben erstellte Gruppe Arbeitsrechner Auswahl von Neues Ziel
  • unter Allgemein wird der Zielname z.B. Arbeitsdaten und der Zielordner auf der externen Platte ausgewählt
  • unter Quelle werden nun alle Ordner ausgewählt die gesichert werden sollen
  • unter Kompression wird Zip64 ausgewählt, damit die Archive größer als 4 GB werden können
  • außerdem wird hier noch die Erweiterung .zip zum Dateinamen ausgewählt

4. regelmäßiges Backup manuell starten

Das Backup wird gestartet indem der Gruppenname (Arbeitsrechner) oder der Zielname (Arbeitsdaten) ausgewählt wird und über das Symbol mit dem Grünen Pfeil angeklickt wird. Das allererste Backup erhält in der Historie ein rotes Symbol für die komplette Sicherung (hier ist also nichts schief gelaufen) alle folgenden inkrementellen Backups werden mit einem blauen Symbol gekennzeichnet.

Wichtig: vor dem Backup müssen natürlich alle Programme von denen Daten gesichert werden sollen geschlossen sein.

5. Backup automatisieren

Über einen Rechtsklick auf den Gruppenname (Arbeitsrechner) und Eine Backup-Verknüpfung erstellen wird eine sogenannte Batch-Datei (.bat) erstellt, über welche das Backup zukünftig automatisch ausgeführt wird. Für den Zielname (Arbeitsdaten) geht dies über Assistent. Diese Datei kann dann zeitgesteuert von Windows gestartet werden z.B. beim Starten des Computers. Dazu wird unter Start -> Einstellungen -> Systemsteuerung über den Eintrag Geplante Tasks ein neuer Auftrag erstellt.

6. Datenwiederherstellung

Die Rettung von Dateien ist sehr einfach. In Areca wird nach Auswahl des Zielnames (Arbeitsdaten) und über die Tablasche Logische Darstellung die zu rettende Datei ausgewählt und mit rechter Maustaste wieder hergestellt.

7. Worst Case

Im schlimmsten Fall, wenn also der Rechner nicht mal mehr startet, kann auf die zip-Dateien mit jedem Packprogramm wie z.B. WinRAR zugegriffen werden um einzelnen Dateien wiederherzustellen - sofern das Archiv nicht verschlüsselt wurde.

Programme zeitgesteuert starten

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Hello World! Ich bin Andreas Peichert und entwickle und programmiere Webseiten seit 2000. Zurzeit studiere ich Informatik (Komplexe Softwaresysteme) an der Hochschule Bremen.

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